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SKF Schmierstoffe


 

In jedem Fall die beste Lösung

 
Auch die besten Wälzlager können nur bei richtiger Schmierung zuverlässig ihre Funktion erfüllen. Die Wahl des geeigneten Schmierfetts aber auch des richtigen Schmier-verfahrens, nämlich die richtige Menge zum richtigen Zeitpunkt dem Lager zuzuführen, spielen dabei eine entscheidende Rolle. Dieser Umstand hat SKF, den weltweit führenden Hersteller von Wälzlagern, schon vor vielen Jahren veranlasst, sich intensiv mit der Schmierung zu befassen. Bei SKF werden deshalb Lagerungen als ein System verstanden, das nicht nur aus dem Lager, der Welle, dem Gehäuse und der Dichtung sondern auch dem Schmierstoff besteht, von dem im besonderen Maße die Funktionstüchtigkeit abhängt.

Die umfangreichen Erfahrungen, die SKF bei der Entwicklung und der Anwendung von Wälzlagern gemacht hat, waren auch Grundlage bei der Entwicklung der SKF Schmierfette, deren gleichbleibende Qualität durch umfangreiche Tests abgesichert wird. Die zur Qualitätsicherung bei SKF eingesetzten Verfahren und Testeinrichtungen sind heute vielfach allgemein gültiger und genormter Standard geworden. Die jahrzehntelange Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat sich ausgezahlt - SKF verfügt heute über ein einzigartiges Sortiment an Wälzlager-Schmierfetten. Für nahezu jeden Anwendungsfall steht ein passendes Schmierfett zur Verfügung.

 
SKF Schmierstoffe
 
SKF setzt Standards
SKF beurteilt die Leistungsfähigkeit eines Schmierfetts nicht nur nach seiner chemischen Zusammensetzung. Den diese ist nicht das einzige Merkmal, das heute die Qualität eines modernen und sehr komplexen Schmierfetts bestimmt. SKF hat bei der Entwicklung von Eignungs- und Testverfahren Standards gesetzt.
 
Auswahl eines Schmierfetts
Rund 36% der vorzeitigen Lagerausfälle sind auf unzureichende Schmierung zurückzuführen. Mehrzweckfette können z.B. in spezielle Anwendungsfällen eher schädlich als nützlich sein. Aufgrund der Vielzahl von Lagerungsfällen und Betriebsbedingungen ist der Auswahl des geeigneten Schmierfettes ein besonderes Augenmerk zu schenken.
 
Wälzlager-Schmierfette helfen mit, das Lager einwandfrei laufen und über einen langen Zeitraum ihre Funktion störungsfrei und betriebssicher erfüllen ­ selbst unter schwierigsten Bedingungen. Sie helfen aber auch die Lagerstelle vor Verunreinigungen und Korossion zu schützen und mögliche Stoßbelastungen abzufedern. Die Wahl des für einen bestimmten Lagerungsfall geeigneten Schmierfetts ist wesentliche Voraussetzung dafür, dass die Lager ihre volle Gebrauchsdauer erreichen.
 
Die für die Auswahl eines geeigneten Schmierfetts wesentlichen Kriterien sind die Lagergröße, die Betriebstemperatur, die Betriebsdrehzahlen und die Lagerbelastung aber auch die erforderliche Gebrauchsdauer und die Schmierfristen.
 
 
Das SKF Ampel-Konzept und die SKF Temperaturgrenzwerte
Der Temperaturanwendungsbereich eines Schmierfetts hängt im Wesentlichen ab von der Art des Grundöls, des Dickungsmittels und eventueller Zusätze. Die entscheidenden Temperaturgrenzen sind im nachfolgendem Diagramm schematisch als "doppelte Verkehrsampel" dargestellt.
 
Temperaturgrenzwerte: Das SKF Ampel-Konzept
 
 
LTL ­ Unterer Temperaturgrenzwert:
Dieser Grenzwert zeigt die tiefste Temperatur an, bei der das Lager gerade noch ohne Schwierigkeiten anlaufen kann.

LTPL ­ Empfohlener Grenzwert für die tiefste zulässige Betriebstemperatur:
Unterhalb dieses Grenzwertes scheidet das Schmierfett mit abnehmender Temperatur immer weniger Öl ab und seine Konsistenz wird immer fester, was schließlich zu einer nicht mehr ausreichenden Schmierung im Wälzkontakt führt. Dieser Temperaturgrenzwert ist für Kugel-und Rollenlager verschieden.

HTPL ­ Empfohlener Grenzwert für die höchste zulässige Betriebstemperatur:
Bei Temperaturen über diesem Grenzwert altert und oxidiert das Fett unkontrolliert und kann auch keine Aussage über die Fettgebrauchsdauer gemacht werden.

HTL ­ Oberer Temperaturgrenzwert:
Dieser Grenzwert kennzeichnet die Temperatur, bei der das Fett seine Konsistenz verliert und flüssig wird; bei Seifenfetten ist er durch den Tropfpunkt vorgegeben.

 
 
Einfluss der Temperatur auf die Schmierfähigkeit
Die in der SKF Schmierfett-Auswahltafel auf Seite 59 angegebenen Werte für die Temperaturgrenzen LTL und HPTL basieren auf umfangreichen Tests in SKF Versuchseinrichtungen. Die große Anzahl durchgeführter Tests erlaubt die Angabe relativ sehr genauer Werte für die einzelnen Temperaturgrenzen.

Diese Testergebnisse werden außerdem zur Bestimmung der Fett-gebrauchsdauer eingesetzt. Zu diesem Zweck wurde jedes Fett einer GPF Fettleistungsklasse (GPF = Grease Performance Factor) zugeordnet, um die verbesserte Schmierfähigkeit bei hohen Drehzahlen und hohen Temperaturen zahlenmäßig erfassen zu können. Schmierfette einer hohen Leistungsklasse lassen innerhalb der vorgegebenen Temperatur- und Drehzahlbereiche eine sehr lange Fettgebrauchsdauer erwarten. Anhand dieser Fettleistungsklassen ist auch eine genaue Bestimmung der Schmierfristen für den jeweiligen Lagerungsfall möglich. Angaben hierüber enthält unter anderem der Abschnitt "Fettgebrauchsdauer in abgedichteten Lagern" im "Interaktiven SKF Lagerungskatalog" online unter www.skf.com.

 
 
Schmierfristen
Die Auswahl eines für einen speziellen Einbaufall am besten geeigneten Schmierfetts ist von entscheidender Bedeutung, um die volle Lagerleistung nutzen und eine hohe Zuverlässigkeit erzielen zu können. Daneben spielen aber genau abgestimmte Fettmengen und Schmierfristen eine bedeutende Rolle. Zu viel oder zu wenig Schmierfett wie auch ungeeignete Nachschmierverfahren können die Gebrauchsdauer der Lager verkürzen. Zur Bestimmung der geeigneten Schmierfettmengen und Schmierfristen hat SKF das einfache DialSet Schmierfristen-Berechnungsprogramm entwickelt, siehe Seite 70. Die damit ermittelten Schmierfristen basieren auf den neuesten, im SKF Hauptkatalog 5000/6000 veröffentlichten Erkenntnissen unter Berücksichtigung der Lagerart und -größe, der Betriebsbedingungen und der Eigenschaften des gewählten Schmierfetts.
 
Nachschmierverfahren
Das richtige Nachschmierverfahren ist ebenso unerlässlich für eine
ausreichende Schmierung wie die richtige Art und Menge des einge-setzten Schmierfetts und der richtige Zeitpunkt für die Nachschmierung.

Der Einsatz manueller oder automatischer Schmiergeräte erleichtert die sachgemäße Versorgung der Schmierstellen mit Schmierfett. Beim Nachschmieren ist auf Sauberkeit zu achten, da Verunreinigungen den vorzeitigen Ausfall der Lagerung verursachen können. Der Einsatz eines Schmierfettmengenmessgerätes, z.B. in Verbindung mit einer Schmierfettpresse, erleichtert das genaue Bemessen der Nachschmiermenge. Das SKF Sortiment an Schmiergeräten umfasst Schmierfettpressen und -pumpen sowie praktisches Zubehör, das den einfachen und sauberen Umgang mit Schmierfett ermöglicht.

Die kontinuierliche Schmierstoffzufuhr mit automatischen Schmierstoffgebern für Einzel- oder Mehrstellenschmierung bietet erhebliche Vorteile gegenüber der manuellen Nachschmierung hinsichtlich gleichmäßiger und kontrollierter Schmierstoffabgabe. Dadurch wird die Gefahr, dass der Schmierstelle zu viel oder zu wenig Schmierfett zugeführt wird, minimiert und die Verlängerung der Gebrauchsdauer positiv beeinflusst. Außerdem ist in automatischen Schmierstoffgebern das Fett sicher gegen Verunreinigungen geschützt.

Die automatischen Schmierstoffgeber von SKF, wie z.B. SYSTEM 24
und SYSTEM MultiPoint, versorgen die Schmierstelle kontinuierlich, rund um die Uhr mit einer genau auf den Einbaufall abgestimmten Menge Schmierfett.

 
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